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3,1,1 (1875) Chemische Industrie : mit einem Rückblick auf die Entwicklung der chemischen Industrie während des letzten Jahrzehends
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Ueber Trinkwasser.

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während des Stromlaufes ihre Identität bewahren kann. Es ist daher inhohem Grade unwahrscheinlich, dass die Wasserprobe z. B. i. vorst. Tab.welchedem Irwell bei seiner Vereinigung mit dem Mer sey entnommenwurde, zur Zeit als sie über das Wehr von Throstlenest floss, noch ge-nau dieselbe Zusammensetzung gehabt haben sollte, wie die Probe,welche wirklich an dem Wehr gesammelt wurde. Andererseits bedingtder Eintritt reinen Wassers in die Flüsse zwischen den beiden Punkten,an denen die Proben genommen wurden, einen weiteren Fehler, welcherfür den Irwell als eine verschwindende Grösse, für den Merseyaber schon beachtenswert!! erscheint, für den Darwen aber, dessenVolum, durch die Zufuhr reinen Wassers zwischen den beidenPunkten des Probenehmens auf mehr als das Doppelte angeschwelltwurde, entschieden eine Correction erheischt. Allein trotz dieser Com-plicationen enthüllen die oben verzeichneten analytischen Ergebnissein unzweideutiger Weise die Wirkung eines 11 bis 13 Meilen langenStromlaufes auf die Beschaffenheit eines verunreinigten Flusses. Siezeigen zunächst, dass bei Temperaturen unter 14'8° dieser Lauf nurgeringen Einfluss auf die gelöste organische Materie ausübt. Wennman die reinen Zuflüsse des Irwell und des Mersey unberücksich-tigt lässt, dagegen annimmt, dass sich das Volum des Darwenzwischen den beiden Punkten, an denen die Proben genommen wurden,einfach verdoppelt habe durch den Eintritt von Wasser, welches or-ganischen Kohlenstoff und organischen Stickstoff in dem Verhältnisseenthalten habe, in welchem sie in dem Ribble vor seiner Vereini-gung mit dem Schmutzwasser des Darwen gefunden wurden näm-lich 0'327 Thle organischen Kohlenstoffs und 0'026 Thle organischenStickstoffs in 100 000 Thln Wasser so gelangt man zu der folgendenVerminderung dieser Elemente der organischen Materie in den fünfVersuchen. (Siehe erste Tabelle auf folgender Seite.)

Die Flüsse, auf welche sich diese Versuche beziehen, sind berüch-tigt wegen ihrer Verunreinigung durch Sielwasser und andere orga-nische Abfälle. Diese hat in der That eine solche Höhe erreicht, dassjedes aquatisehe Leben in ihnen aufgehört hat. Es schien daherwünschenswerth, um diesen Theil der Untersuchung zu vervollständigen,auch die Wirkung des Fliessens auf einen minder verunreinigten Stromzu erforschen, in welchem sich die Bedingungen des Thier- undPflanzenlebens erhalten haben. Zu diesem Ende wurde die Streckeder Themse zwischen Reading und Skiplake Mill ausgewählt. Geradeunterhalb Reading erhält die Themse einen wichtigen Zufluss, denKennet, dann aber fliesst sie etwa 4 Meilen weit, ohne anderenZufluss oder weitere Verunreinigung von Belang. Wasserproben wur-den etwa a / 4 Meile unterhalb der Vereinigung mit dem Kennet undoberhalb der Papiermühle von Shiplake genommen. Bei der Analysewurden folgende Ergebnisse erhalten. (Siehe zweite Tabelle a. folg. S.)

Wiener Weltausstellung. III. 5