Druckschrift 
2 (1813)
Entstehung
Seite
318
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Kohlensaures Natrum.

Folge ist. Setzt man ein Quantum gewöhnliches kry-stallisirtes kohlensaures Natrum, in einer Glasretorte,der Einwirkung der Hitze aus, so wird es, so wie esdie Temperatur von ungefähr iZo° erreicht, flüssig wieWasser; wird aber diese Flüssigkeit bis auf 212° erhitzt,und eine Weile im Kochen erhalten, so wird ein har-,tes, kleinkörniges Salz aus der Flüssigkeit nieder-geschlagen , welches meinen Untersuchungen zufolge,das fünfte Hydrat ist, oder ein Atom kvhlensauresNatrum mit fünf Atomen Wasser verbunden. Denn esverlieren roo Gran von diesem Salze, in der Rothglüh-Hitze 46; allein ein Atom des kohlensauren Salzes wiegt47, und 5 Atome Wasser wiegen 40, welches zusammen,97 macht; weun nun 8? Theile eines solchen Salzes40 Wasser enthalten, so werden in 100 Theilen 46Theile befindlich scyn. —

Die klare Flüssigkeit, welche über dem fünften Hy-drat stehet, hat das specifische Gewicht r, 35 . Bey'mErkalten krystallisirt die ganze Flüssigkeit zu einer sprö-den, eisähnlichen Masse, welche in einer sehr mäßigenWärme zerfließt. Bei Anwendung derjenigen Säure,welcher man sich als Normalsäure bedient, findet man,daß dieses Salz aus i Atomen kohlensaurem Natrum> und iZ Atomen Wasser zusammengesetzt scy. So läßtsich demnach das zehnte Hydrat, durch Wärme in dasfünfte und fünfzehnte zerlegen und verwandeln. Wahr-scheinlich würde sich auf gleiche Art das fünfzehnte indas zehnte und dreißigste Hydrat umwandeln lassen.Setzt man eine Auflösung von geringerem specifischen ,Gewichte, als i, 35 , bei Seite zum Krystallisiren, so