274
Wasserstoff und Phosphor.
Die Untersuchung über das Derhältniß des mit demphosphorhaltigen Wassersioffgas vermischten Wassrstoff-gas, wurde hauptsächlich in Folge einer Verschiedenheitder Meinung über das specifische Gewicht der ersterenGasart angcsiellt. Ich hatte gefunden, daß 100 Ku-bikzvll desselben ungefähr 26 Gran wiegen. Davy be-merkte gegen mich, daß er das Gewicht von r»o Ku-bikzoll nur 10 Gran gefunden habe; welcher Unterschiedungeheuer war. Dr. Henry wurde von mir eingela«den, in meiner Gesellschaft diese Versuche zu wiederho-len- Wir erhielten ein Gas, von dem ioo Kubikzvll14 Gran wogen. Dieses Resultat überraschte mich; daaber dieses Gas mit Sauerstoffgas verbrannt wurde, sofanden wir, daß hierzu nur ein gleiches Volumen vonSauerstoffgas erforderlich war, und daß es folglich halbaus Wasserstoffgas, halb aus phosphorhaltigcm Wasser-stoffgas bestehe, wodurch genügend die hier obwaltendenSchwierigkeiten gelöst wurden.
Das Gas, dessen specifischcs Gewicht Herr Davybestimmte, niuß meinem Dafürhalten nach, zu der Zeitals es gewogen wurde, aus ^ phosphorhaltigem Was-serstoffgas und ^ Wassersioffgas bestanden haben- Wiedem aber auch seyn mag, so leuchtet soviel ein, nach-dem was oben bemerkt wurde, daß sich mit Sicherheitnur dann das specifische Gewicht dieses Gas bestimmenlasse, wenn ein Theil desselben, ehe es gewogen wurde,analyfirt wird; ein Umstand, welchen ich anfänglich nichtgehörig beachtete.
Noch vor kurzem bereitete ich mir phosphorhaltigesWasserstoffgas aus kaustischer Kalilauge und Phosphor.