Phosporsäure. 221
demnach, daß unter diesen Umstanden sich 4 Gran Pho-sphor, mit 6 Gran Sauerstoff verbunden haben- Die Datawürden fast ein kleineres Verhältniß von Sauerstoff ange-ben, es ist jedoch wahrscheinlich, daß gegen das Endedes Verbrennens etwas phosphorichte Saure gebildetwurde.
Was die Zusammensetzung des Atomes der Phosphor-säure betrifft, so können in dieser Hinsicht nur zwei Mei-nungen statt finden. Entweder muß sich ein AtomPhosphor mit 2 Atomen Sauerstoff, oder mit 3 AtomenSauerstoff verbinden. Nimmt man ersteres an, so wiegtder Atom Phosphor 9 und der Atom Phosphorsaure 23,nimmt man die letztere Meinung an, so wiegt der AtomPhosphor >4 und der Atom Phosporsäure 33.
Man konnte sich der phosphorsauren Verbindungenzur Bestimmung des Gewichtes der Säure bedienen;astein diese Klasse von Salzen ist noch nicht mit deb er-forderlichen Genauigkeit untersucht worden. Glücklicher-weise giebt es eine andere Zusammensetzung des Pho-'sphors, welche zu diesem Zwecke dienen kann, nemlichdas phosphorhaltige Wasserstoffgas. Da von den Ei-genschaften dieses Gas an dem schicklichen Orte geredetwerden wird, so bemerke ich an dieser Stelle bloß, daßdieses Gas eine Verbindung aus Wasserstoffgas undPhosphor ist, daß es genau ein ihm gleiches VolumenWasserstoffgas enthält, und daß sein specifisches Gewichtzehnmal so groß als das des Wasserstoffgas ist. Wird das-selbe in Volta's Eudiometer mit Sauerstoffgas entzündet,so werden Wasser und Phosphorsäure gebildet. Zu demvollständigen Verbrennen desselben sind räc> Procent