die Menge des zum Verbrennen desselben erforderlichenSauerstoffes, nur halb so viel betrage, als nachmals inder gebildeten Kohlensäure vorgcfunden wird. Sie schlos-sen demnach mit vollem Rechte, daß dieses Gas eineZusammensetzung aus Kohlenstoff und Sauerstoff sey,seit dieser Bestimmung führt es den Nahmen des gas-förmigen Kohlenoxyds.
Das gasförmige Kohlenoxyd laßt sich auf mehre-ren Wegen darstellen; meistcnthcils ist es aber mit einer,oder mehreren fremdartigen Gasartcn vermengt, von de-nen einige sich ihm nur äußerst schwer entziehen lassen-Will man demnach sich dieses Gas in einem reinen Zu-stande verschaffen, so muß man solche Verfahrungsartenanwcnden, durch die es nur mit solchen Gasarten,welche sich leicht abscheidcn lassen, gemengt erhaltenwird. Nachstehendes Verfahren ist in dieser Hinsichtvorzüglich zu empfehlen.
Man menge gleiche Gewichte reine trockene Eisen-feile, und gepulverte trockene Kreide und schütte das'Gemengein eine eiserne Retorte. Diese erhitze man bis zum Nach-glühen, und steigere diese Temperatur nach und nach. Eswird eine reichliche Menge Gas übergehen, welches sichüber Wasser auffangen laßt. Dieses Gas ist bei damitvorgenommener Untersuchung ein Gemenge aus fast glei-chen Theilen Kohlensäure und gasförmigem Kohlenoxyd.Erste kann man dadurch hinwegschaffen, daß man dasGemenge anhaltend mit einer Mischling aus Kalk undWasser schüttelt. Das was zurück bleibt; ist reines Koh-lenoxyd, bis auf 2 bis Z Procent atmosphärische Luft,welche das Kalkwasser hergegeben hat. Die Theorie die-