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Sauerstoff und Stickstoff
welche wir salpetrichte Säure nennen, nur wirklicheSäure, das übrige hingegen Salpetersäure sey.
Herr Davy folgert aus seineir Versuchen, daß diehellgelbe Saure von i,6o specifischem Gewichte, nahe 3Procent Salpetergas enthalte; die dunkel oraniengelb?
und die blaugrüne 8; die beiden letzten haben einspeeifisches Gewicht von i ,48 oder 1,47,
Aus den Versuchen von Priestley geht hervor, daßdie salpetrichte Saure, oder wie er es nannte, der phlo-gistisirte nitrose Dunst, weit flüchtiger sey, als dieSalpetersäure; oder richtiger ausgedrückt, eine entfern-tere Verwandtschaft zum Wasser habe. Hieraus entstehtgrößtentheils das Rauchen der salpetrichten Saure. Dasschnelle Kochen dieser Säuren ist gleichfalls eine Bestä-tigung für das Gesagte.
Die Saure, welche ich durch Sättigung einerSaure von 1,30 specifischem Gewichte mit Salpetergaserhielt, war dunkel oraniengelb und rauchte stark; siekochte bei 160°; während Salpetersäure von derselbenStärke erst bei s36° kochte. Derselben Ursache ist eszuzuschreiben, daß sehr verdünnte salpetrichte Säure denkarakteristischen Geruch der Säure besitzt, während ebenso stark verdünnte Salpetersäure ohne Geruch ist. Wirdsalpetrichte Säure so stark verdünnt, daß sie genau ihrgleiches Volumen Salpetergas enthält, so zieht sie, wie-wohl sehr langsam, Sauerstoff an; um gesättigt zuwerden, erfordert sie eben so vieles Schütteln, wie dieschwefelhaltige Kalkerde.