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NATUKGEMALDE
und bezeichnen die obere Grenze der organischen Schöpfung.Mit dem Anblicke der Pflanzendecke verändern sich auchdie Gestalten der Thiere. Andere leben in den hochschat-tigen Wäldern der Ebene , andere in den Grasfluren derAlpen, welche ewig der schmelzende sauerstolFreiche 1 Schneebenetzt. Selbst das Gestein, die unorganische Masse desErdkörpers, verändert seine Natur, je weiter es sich überdie Meeresfläche erhebt. Oft finden sich die späteren Granitbedeckenden Formationen nur bis zu einer gewissen Höhe,und der Gipfel der Gebirge besteht aus demselben Urge-stein , auf dem alle andere Gebirgsarten zu ruhen scheinen,wenigstens so tief, als Menschen bisher in das Innere unsersPlaneten cingedrungen sind. Oft ist, selbst auf dem hohenRücken der Cordilleren, der Granit unter neueren Forma-tionen versteckt. Felsen, vier lausend Meter (2o53 Toisen)über dem jetzigen Meeresspiegel erhaben , schliefsen eineWelt von pelagischen Muscheln und versteinten Korallenin sich. Basallkuppen , Perlslein , Obsidiane und groteske,thurmähnliche , Felsen von Porph^rsehiefer sind hier undda auf dem Gebirgskamme zerstreut. Ihr Vorkommen legtder Geognosie schwer zu lösende Probleme auf. Aber nichtblofs Pflanzen , Thiere und Gestein, selbst der Luftkreis,das Gemisch gasartiger Flüssigkeiten, welches die Erde ein-hüllt , und dessen obere Grenze wir nicht kennen; selbst
1 Sur VAnalyse de Fair atmospherique , par Humboldt et Gay-Lussac, p. 3/f.Die Luft, welche man aus dem Schneewasser durch Kochen entwickelt, istoxygenreiclier als atmosphärische Luft, aber nicht als die Luft des Flufs-undRegenwassers.