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IDEEN ZU EINER GEOGRAPHIE
minder wichtig die Geographie der Pflanzen zu bearbeiten,eine Disciplin , von welcher kaum nur der Name existirt,und welche die interessantesten Materialien zur Geschichteunsers Planeten enthält.
Sie betrachtet die Gewächse nach dem Verhältnisse ihrerVertheilung in den verschiedenen Klimaten. Fast grenzen-los, wie der Gegenstand den sie behandelt, enthüllt sieunseren Augen die unermessliche Pflanzendecke , welche,bald dünner, bald dichter gewebt, die allbelebende Naturüber den nackten Erdkörper ausgebreitet hat. Sie verfolgtdie Vegetation von den luftdünnen Höhen der ewigenGletscher bis in die Tiefe des Meeres, oder in das Inneredes Gesteins, wo in unterirdischen Höhlen Kryptogamenwohnen, die noch so unbekannt als die Gewänne sind,welche sie nähren.
Der obere Rand dieser Pflanzendecke liegt, wie der desewigen Schnees, höher oder tiefer, nach dem Breitengradeder Orte oder nach der Schiefe der wärmenden Sonnen-strahlen. Aber die untere Grenze der Vegetation bleibt unsvöllig unbekannt : denn genaue Beobachtungen, welche manüber die unterirdischen Gewächse beyder Hemisphären an-geslelll hat, lehren, dafs das Innere der Erde überall belebtist, wo organische Keime Raum zur Entwickelung und einesauerstoffhaltige Flüssigkeit zur Ernährung gefunden haben.Jene schroffen beeisten Klippen , die hoch über der Wol-kenschichte hervorragen, sind mit Laubmoosen und Flech-tenarten bewachsen. Ihnen ähnliche Kryptogamen breiten,bald buntgefärbt, bald von blendender Weisse , ihr weiches