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Kleine historische Schriften
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Die Lambertmi.

Napoleons an; Girolamo Lucchesini, welcher sie viel in Gesell-schaft sah, schilderte sie ihrer Nichte (von welcher sogleich dieRede sein wird) als eine Frau von lebendigem Geist undgroßer Annehmlichkeit des Umgangs.

Von den Brüdern der Fürstin, deren einer als Erzbischofvon Lucca gestorben ist, trat der jüngste, Cesare, achtzehn-jährig in kaiserlichen Militärdienst unter Feldmarschall Lasch,war längere Zeit erster Director der wiener Militär-Akademieund starb als Feldmarschall-Lieutenant zu Padua 1823. Nochleben zwei Kinder aus seiner Ehe mit einer Baronin Mon-tigny aus Nancy, Ehrendame der Herzogin von Zweibrücken,Schwägerin König Max Josephs von Baiern, Feldmarschall-Lieutenant Graf Johann Nobili, einst Generalstabschef desFeldmarschalls Fürsten Windischgrätz, später Obersthofmeisterder Kaiserin Elisabeth, und die verwittwete Marquise MariaMartellini in Florenz, vormals Oberhosmcisterin der Groß-Herzogin-Wittwe Ferdinands III. von Toscana, in gutem An-denken bei allen Denen, welche Hof und Gesellschaft in Flo-renz unter den beiden letzten Großherzogen gekannt haben.Von ihr, die in hohem Alter und von der Welt zurückgezogendie Lebendigkeit des Geistes, Schärfe des Gedächtnisses undliebenswürdige Theilnahme früherer Tage bewahrt, habe ich,wie vor Jahren bei Ausarbeitung des Buches über die Gräfinvon Albany, Nachrichten über die bolognesische Tante er-halten, die sie als Kind besucht, und von welcher dann Luc-chesini, der unerschöpflichste, lehrreichste zugleich und ange-nehmste Erzähler aus der guten Zeit der ouussrie, sie zuunterhalten liebte.

Der einzige Sohn Giovanni Lambertini's, Don Carlo,starb achtzehnjährig im Jahre 1783. Ein jüngerer Bruderdes Vaters, Don Cesare, war in die Prälatur getreten, hei-ratete aber noch in späten Jahren in Rom, wo er lebte,die Tochter eines Dieners und starb im Jahre 1821 aneinem Schlaganfall. Er war der Letzte der Familie. Beider Verfügung über deren Besitzthum scheint aber bereits langevorher von ihm Abstand genommen worden zu sein. Denn