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Kleine historische Schriften
Entstehung
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XIV.

Graf Fersen war um diese Zeit längst wieder in Brüssel,in der Nähe der Orte, wo, so dachte man, die Entscheidungfallen werde. Er hatte sich bis in den October hinein amKaiserhofe redlich gemüht, mit Denkschriften, Berichten, Unter-redungen, ohne zu irgend einer Art Klarheit zu gelangen. DieUnentschlossenheit Leopold's II. und sein Mißtrauen nach allenSeiten hin geben sich in seinen Briefen an Marie Christinekund.Die Petulanz der Prinzen und ihrer Umgebung","schrieb er anfangs September,übersteigt alle Grenzen, undder König von Schweden verlangt den Hafen von Ostende zumAusschüssen seiner Truppen." Nur die Königin, Bouillö undFersen, der in Wien sehr gefallen habe, schreibt Graf Merchnicht lange darauf von Brüssel aus an Marie Antoinette,scheinen dem Kaiser verständige Ansichten zu haben. Aber nunentging auch der schwedische Edelmann dem Argwohn nicht, dervon Jugend an Gemüt und Leben dieses begabten und inmehrfacher Beziehung tüchtigen Fürsten vergiftet hatte.Ichwarne dich", schrieb er am 31 . Januar 1792 an die Erz-herzogin,vor dem Grafen Fersen auf der Hut zu sein. Ichhabe Beweise in Händen, daß er die Königin gegen mich stimmtund aufbringt, und uns bei allen Höfen, namentlich aber beiden Franzosen Verdrießlichkeiten verursacht und schlimme Diensteleistet." Und am 24 . Februar:Die französischen Angelegen-heiten nehmen ihren Fortgang, ebensowie meine Dispositionen.Ich warne dich vor all den Leuten, namentlich aber vor demGrafen Fersen, dessen Falschheit und Erbitterung gegen dichund mich und selbst gegen die Königin mir bekannt ist."