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Kleine historische Schriften
Entstehung
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XII.

An allen diesen Verhandlungen und Vorkehrungen hatteGraf Fersen, anwesend wie abwesend, den bestimmendsten An-theil genommen.

Am 2. Juli begab er sich von Aachen nach Brüssel, umsich mit Graf Mercy d'Argenteau zu besprechen, dem frühernkaiserlichen Botschafter in Paris, damals der Canal, durchden die Beziehungen zwischen dem Kaiser und seiner königlichenSchwester vermittelt wurden, während die Dispositionen desWiener Ministeriums an ihn gerichtet waren. Noch schmeichelteman sich mit der Hoffnung einer baldigen ernsten Demon-stration von Seiten des Kaisers, obgleich Fersen vom erstenMoment an kein großes Vertrauen gehabt hatLeopoldist ein achter Italiener", schrieb er alsbald nach den erstenin Brüssel empfangenen Eindrücken in sein Tagebuch. DasTreiben der Ausgewanderten und ihre schon offenbaren Spal-tungen behagten ihm aber ebensowenig.Viele suchen michauf, die ich nur mit Widerwillen sehe";Zwei Parteienwollen sich bilden, die eine für Artois, die andere für Königund Königin." Wenn er über eine Abendunterhaltung mit derPrinzessin von Lamballe, die am 10. nach Aachen ging, bemerkt:Einfältigkeiten und Commörage", so bezeichnet das Wortnur zu sehr, wie, selbst in den ernstesten Momenten, die Ge-dankenlosigkeit des zur unüberwindlichen Gewohnheit gewordenenVersailler Lebens, das nahende fürchterliche Geschick noch nichtahnte. Übrigens weiß man, sehr wohl, daß gerade Graf Mercy,an den in Brüssel Alle sich wandten, der Mann war, der den