332 König Gustav III. von Schweden in Aachen
Grafen von Nanteuil, so wie den Grafen von Vaudreuil, denPrinzen von Henin, die Marquis von Polignac, Fleurh,d'Escars, Coigny u. A. Gleich darauf trafen der Graf vonMaulevrier, französischer Gesandter beim cölner Kurfürsten undGraf Walsh de Serrant, Oberst-Inhaber des französischenRegiments seines Namens ein. Im September mehrtensich die Ankömmlinge. Die Herzoge von Angouleme undBerry, der Herzog von Harcourt Gouverneur des Dauphin,mit seiner Gemalin und seinen Enkelinnen von Morte-mart, der Herzog und die Herzogin von Croy mit mehrenMitgliedern ihrer Familie, Herzog und Herzogin von LaForce, Baron und Baronin von Montmorench, BaronBreteuil, Graf und Gräfin von Narbonne, die Gräfinvon Matignon, der Bischof von Pamiers u. A. langtenin Aachen an.
Nicht diese Stadt allein und ihre rheinischen Schwesternwurden mehr und mehr mit französischen Edelleuten gefüllt.Das benachbarte Spa nahm eine Menge derselben auf, vondenen jedoch sehr wenige, wenn irgendeiner, den wahren Ernstder Sache ermaßen, jedenfalls die schon nahen Ereignisse nichtahnten. Unter den vornehmen Damen, welche die Annehm-lichkeit des kleinen Badeortes erhöhten, befand sich auch dieGräfin von Boufflers mit ihrer Schwiegertochter, ohne jedochan eigentliche Auswanderung zu denken. Was die Franzosenin den südlichen Niederlanden um sich herum sahen, hättesie übrigens daran mahnen müssen, wie schwankend auch hierder Boden war. Wie Holland seine anti-oranische Revolutionzu seinem Nachtheil durchgemacht hatte, so begann in Bel-gien, durch Kaiser Joseph's II. gewagte Reformversuche undoffenbare Verfassungs-Verletzungen hervorgerufen, durch dasfranzösische Beispiel ermuntert, der anti-östreichische Aufstand,der für den Kaiser einen so demüthigenden Verlauf nehmensollte. Die Generalstatthalter Herzog Albert von Sachsen-Teschen und Erzherzogin Marie Christine, ältere Schwesterder französischen Königin, welche zu Anfang September inAachen waren, brachten nicht nur keinen Trost, sondern