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Kleine historische Schriften
Entstehung
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VI.

Der zweite Aufenthalt Gustav's III. in Paris ist deshalbvon besonderer Bedeutung, weil die während des vorigen an-geknüpsten und nun weit intimer gewordenen Beziehungen zudem französischen Königshause wesentlich den Schlüssel zu demnachmaligen Verhalten des schwedischen Monarchen und zu denProjecten liefern, die ihn sieben Jahre später nochmals nachAachen führten. Schon war von den der Krone Schwedenvon Paris aus gezahlten Subsidien die Rede, und unter denzahlreichen Fremden, welche in den Tagen des Ancien Rögimenach alter Sitte französische Schlachten schlugen die Namenmancher Regimenter geben bis zum Beginn der Revolutiondavon Zeugniß, war der schwedische Adel reichlich vertreten.Als Graf Rochambeau im Sommer 1780 den gegen dasbritische Mutterland kämpfenden amerikanischen Colonien einfranzösisches Hülfscorps zusührte, ein Beginnen, dessen poli-tische Tragweite für Frankreich selber man nicht ahnte,nahmen manche schwedische Offiziere an dieser Expediton Theil.Gustav HI. fand in Paris andere Männer im Amte, als dieer einst gekannt hatte, aber es that seinen Interessen keinenAbbruch. Der Herzog von Aiguillon war bald nach Lud-wig's XVI. Thronbesteigung (10. Mai 1774) aus dem Mi-nisterium und vom Hofe entfernt worden. Sein Nachfolgerin den auswärtigen Angelegenheiten, der Gras von Vergennes,hatte aber dem schwedischen Monarchen bei dem Staatsstreichnamhafte Hülfe geleistet, und der Minister des königlichenHauses, der Baron von Breteuil, war Gesandter in Stock-