unter vmetiamscher Herrschaft.
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der Seinigen, die an die furchtbaren Katastrophen des Jahres1822 erinnern, wobei Sieger und Besiegte, Khurschid Paschawie Ali Tepelen selber an Grausamkeit wetteiferten, aber Pre-vesa und Parga sind noch türkisch. Im Jahre 1684 hatteFrancesco Morosini Prevesa erobert, um welches seit zwei-hundert Jahren Abendländer, Albanesen und Türken sich ge-stritten und das Letzteren geblieben war. Der aus einer Land-spitze am Ambrakischen Golf an ziemlich geräumiger Bucht vor-theilhast gelegene Ort war von den Venetianern gut befestigtworden, und hatte für den Handel der ganzen Küste Bedeutungerlangt. Eine Bedeutung welche unter der türkischen Herr-schaft großentheils schwand, umsomehr als auch in späterenZeiten an dieser Küste, die einst auf Octavian's und MarcAnton's Entscheidungskampf geschaut, und auf welcher dieTrümmer der Siegesstadt des Herrn des Römerreichs lebendigan die Vergangenheit mahnen, Aufstände und Unruhe keinEnde nahmen. Wie gequält und in Handel und Fischerei be-einträchtigt die Bewohner Parga's, „brav und muthig abernicht unterstützt", schon in den letzten Zeiten der venetianischenHerrschaft, wie unsicher und theilweise gesetzlos die Zuständedes ganzen, den Jonischen Inseln gegenüberliegenden, an einPaar Stellen nur durch mehr oder minder schmale Canälevon denselben getrennten Küstenstrichs waren, ergiebt sich ausMemo's doch sehr gemessenem Bericht. Mußte er doch zuAnfang seiner Amtsführung die räuberischen Albanesen vonden Angriffen auf die venetianischen Besitzungen am Strande .gegenüber Corfu mit bewaffneter Hand zurückweisen. Diebenachbarten Türken ließen sich auch durch die Fermane derPforte nicht hindern, diese zu belästigen. „Die Schwäche dertürkischen Commandirenden, die leichte Corruption, die Über-macht der Usurpatoren werden der Aufrechthaltung der Rechteder Bewohner stets im Wege stehn, mögen dieselben immerhindurch die Regierung in Constantinopel anerkannt sein, welchein diesen abgelegenen Strichen sich nur mit Mühe Gehorsamverschafft."
Doch kehren wir nun von dem epirotischen Strande, der
v. Reumont, Kl. hist. Schriften. 18