Thronentsagung und Ende.
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die noch durch den vom Könige zu Finanzzwecken eingeführtentadelnswerthen Titel- und Lehenverkauf gesteigert wurde.D'Ormea war der Mann, bei solchem Vorgehen auch persön-liche Unpopularität, namentlich wo sie wesentlich auf einenStand beschränkt blieb, nicht zu scheuen. Er war von würde-vollem Äußern und vornehmer Haltung, beredt, gewandt; vonSkrupeln wußte er wenig, wenn er einen Zweck erreichen wollte.
Er legte dies während der römischen Mission an den Tag.„D'Ormea", sagtLuigi Cibrario, „gewann die gute Meinungdes Papstes (es war der fromme gutmüthige und beschränkteBenedict XIII. Orsini) durch Demonstrationen einer übertrie-benen und folglich nicht gerade aufrichtigen Frömmigkeit undbrachte bei dem Vertrauten des Papstes Cardinal Coscia (vor-maligem Barbier in Benevent, dem wegen seines scandalösenTreibens später der Prozeß gemacht wurde) und bei anderneinflußreichen Personen Geschenke wie Gründe zur Anwendung.Nach langen geschickten und kostspieligen Unterhandlungen, wobeidie Prälaten Lambertini und Fini (ein Sarde, nachmaligerCardinal), von aufrichtigem Interesse für die Kirche und demWunsch der Beilegung der langen beklagenswerthen Streitig-keiten beseelt, thätig mithalfen, schloß er glücklich das Concordatab. Der fromme Papst war hocherfreut; der König, sehr zu-frieden, schritt zu großer Befriedigung des Volkes zur Er-nennung der Bischöfe, von denen verhältnißmäßig viele aus demPredigerorden genommen wurden, dem der Papst angehörte."D'Ormea Pflegte sich in Benedict's XIII. Frühmesse einzufinden,der er, einen großen Rosenkranz in der Hand, knieend bei-wohnte, und von Turin Reliquien in reichen Rahmen für dasHaupt der Kirche kommen zu lassen. Nachdem er dann imJahre 1728 nach Turin zurückgekehrt war, wurde an dieJustizbehörden (die Provinzial-Senate) eine geheime Instructionerlassen, welche die richterlichen Befugnisse in kirchlichen Ange-legenheiten mit großer Schärfe formulirte und vorschrieb.