Eine slorerttinische Edelfrau im 15. Jahrhundert.
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Alessandra erwähnt einmal, ihrem Sohn Lorenzo bekommedie Fastenspeise nicht, die überhaupt für manche Constitutionennicht tauge; Mandelmilch und Enthaltung vom Fleisch seinicht für Alle. Für ihn und die Schwiegertochter und dieAmme suche sie möglichst gesunde Nahrung zu schaffen. MildeBeiträge für Kirchen und Klöster, auch größere Schenkungenwaren die Regel; zum Clerus fanden mancherlei Beziehungenstatt, wie denn das Alltagsleben nicht von dem religiösen getrenntgedacht werden konnte. Die Familie besaß das Patronatsrechteiner Kirche bei Brozzi, wenige Millien von Florenz, derenVerleihung zu mancherlei Bedenken Anlaß geboten zu habenscheint — „ ich weiß nicht wie's der armen Kirche ergehn wird,schreibt Alessandra einmal, wolle Gott das Scinige beschützen!"Auch in städtischen und häuslichen Dingen erholte sie sich Rathesbei der „Madonna delle Murate". So nannte man die vor-nehme Äbtissin des im Jahre 1424 gegründeten Benedictine-rinnenklosters der Verkündigung, welches lange vorher in denauf den Pfeilern der obersten Arnobrücke erbauten, von Sied-lerinnen bewohnten Häuschen entstanden, meist Töchter edlerFamilien aufnahm und wo Caterina Riario Sforza, die kraft-volle Mutter des einzigen Kriegsmanns in der MediceischenFamilie, nach dem Verlust ihrer romagnolischen Herrschaft,Caterina de' Medici in ihrer stürmischen Kindheit, CamillaMartelli, zweite Gemalin des ersten Großherzogs in ihrem be-trübten Witthum geweilt haben. Dieses Klosters gedachte sieauch in ihrem letzten Willen.
Ein Theil des Jahres wurde auf der Villa verbracht.Wir sahen schon, wie die nähere Umgebung der Stadt, so diewestliche Ebene wie die freundlichen südöstlichen Hügel, danndas damals noch waldreiche ernstere Mugello, wo neben denMedici die Parenti Besitz hatten, besucht wurden. In spätenJahren, nach Filippo's Heirat, finden wir Alessandra einmalmit ihrem jüngern Sohne, dessen Gesundheit keine starke war,ihrer ältern Tochter und deren Mann im Bade von Cas-ciana, in dem anmutigen südwestlichen pisaner Hügellande.Es ist das Bad, dessen Anlage die Tradition der großen Mark-