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Kleine historische Schriften
Entstehung
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VII.

Finanzen und Steuern.

Florentinische Geschäftshäuser im Auslande.

Die finanziellen Verhältnisse zahlreicher Familien warenin jenen Zeiten die allerungünstigsten. Die Einführung desKatasters hatte wie gesagt den Zweck gehabt, die Bürger vorder Willkür des frühern Steuerwesens zu schützen, aber dieserZweck konnte nicht erreicht werden, weil Regierungscommissionenmit außerordentlichen Vollmachten, wie sie wiederholt durchdie Parlamente ernannt wurden, auch in Bezug aus Besteuerungdiscretionäre Gewalt hatten, und immerfort, namentlich unterdem Vorgeben der durch die gewöhnlichen Steuern nicht auf-zubringenden Kriegskosten, hohe Summen einforderten, die nachGutdünken der Machthaber auf die einzelnen Köpfe vertheiltwurden. Die auswärtige Politik Cosimo's de' Medici, welcheer zu der des Staates zu machen verstand, war jedenfalls einesehr kostspielige, wie immer ihre sonstigen Resultate sich gestaltenmochten. Die alten persönlichen Beziehungen zwischen Cosimound Francesco Sforza waren für Florenz maßgebend geworden,als nach dem im Jahre 1447 erfolgten Aussterben der Vis-conti der tapfere und schlaue Condottiere sich zum Herrn vonMailand zu machen strebte. Wie diese Beziehungen schonvorher aus das Verhältnis der Republik zu Neapel, in demKampfe zwischen den Häusern von Aragon und Anjou um dieKrone, Einfluß geübt hatte, so verwickelte es dieselbe jetzt inlangwierigen Krieg mit Venedig und Alfons von Aragon, der