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Alessandra Strozzi.
Händewaschen gereicht, worauf man sich zu Tische setzte. Nach demEssen dankte er ihnen, indem er sagte, sie könnten nun ihren Ge-schäften nachgehen, da er niemanden belästigen wolle. Jagd mitvielen Pferden, Vogelfang, Fischerei waren die Belustigungen derHerren wie der Söhne Agnolo's. Wenn sie anlangten, frug erwenig nach Regierungsangelegenheiten, sowol weil es ihn sichererdünkte, als weil er selten etwas vernahm, was ihm Freude machte.Bisweilen bemerkte er: die Dinge gehen so, daß sie ein schlimmesEnde nehmen werden. Die Verhältnisse schienen ihm sehr ver-ändert, wie eS bei Neuerungen in den Städten nicht anders seinkann. In dieser Entfernung von öffentlichen Dingen brachteer ungefähr zwölf Jahre zu.
„ Agnolo verfuhr in allem mit größter Mäßigung. Seine Gattinwar eine Strozzi, eine treffliche Frau. Am Hochzeitabende, stattvieler Thorheiten wie sie gewöhnlich sind, sagte er ihr, wie siesich im Hauswesen zu verhalten habe, und nachdem er geendet,bemerkte er: behalte das alles gut, denn ich werde dir nie wiederetwas darüber sagen. Er hatte drei Söhne, und da ihm schiensein Haus sei gut bestellt, wollte er nach dem Tode seiner Fraunicht wieder heiraten, obgleich er erst ein Dreißiger war. Zweiseiner Schwiegertöchter sorgten später für ihn, als wäre er ihreigener Vater gewesen. Er erreichte ein Alter von mehr dennachtzig Jahren, bis ans Ende frisch von Geist und gesund. Wäh-rend der Krankheit, die seinen Tod herbeiführte, besuchten ihn ein-mal Alessandro degli Alessandri und andere Bürger. In wohl-gesetzter Rede empfahl er diesen die Stadt, indem er sie ermun-terte, sich so zu verhalten, daß sie dieselbe ihren Söhnen erhielten,in der Verfassung, wie sie selber sie von ihren Vätern übernommen,eigenen Vorteil dem allgemeinen hintansetzend. Nachdem er ge-endet, bemerkte er kurz: Ich weiß aber, daß ihr von allem dem nichtsthun werdet. Er gab sich keinerlei Täuschung hin, inbetreff derZustände der Stadt und ihrer eigenen Stellung, und wußte wohl,daß es nicht in ihrer Macht stand zu handeln, selbst wenn sie wollten."
So war der Mann, dem man bis auf die jüngsten Zeitendie Autorschaft eines Buches zugeschrieben hat, welches dieRegeln für das Familienleben erläutert, im Geiste dem Traktat