Eine slorentinische Edelfrau im 15. Jahrhundert. 13
degli Alberti den Bau des Klosters, zu dessen Dotirung erseine im untern Arnothal gelegenen Güter anwies. Nach dreiJahren wurde dasselbe dem seligen Marino übergeben, welcherzum Zweck der Gründung der Niederlassung aus dem schwedischenKloster Wastein gekommen war. Der Papst hatte dem Bischofvon Florenz Fra Onofrio de' Visdomini die Aufsicht über-tragen, und von diesem gingen die Hemmnisse ans, sei es daßdie Dotation ihm zur Erreichung des beabsichtigten Zweckesunzulänglich schien, sei es daß die Eigentümlichkeit der Regel,welche beiden Geschlechtern dasselbe Gebäude, wenngleich be-greiflicherweise mit gänzlicher Trennung anwies, ihm Bedenkenweckte. Ob diese Bedenken nun auch bei dem Stifter lautwurden, ob anderes ihn bewog, kurz er wurde plötzlich ver-änderten Sinnes, und als der Bischof im Jahre 1396 demFortgang der Arbeiten am Kloster Einhalt gebot, wandte ersich an den Papst mit der Bitte um Erlaubnis zur Über-weisung desselben an die Camaldulenser oder Olivetaner. Diebedrohten Brigidianer schützten sich durch Anerkennung derihnen gemachten Donation seitens der Gemeinde, aber währendsie, infolge des zwischen Florenz und dem Herzog von Mai-land entstandenen, selbst die Umgebung der Stadt bedrohendenKrieges, innerhalb der Mauern Zuflucht zu suchen gezwungenwaren, begann Messer Antonio, durch den nicht erwartetenWiderstand über das Maß gereizt, zu zerstören was er erbauthatte, und würde einen wüsten Steinhaufen gelassen haben,wäre nicht ein schweres Verhängnis über ihn hereingebrochen.
Im Jahre 1393 war er, durch ein von ihm verwaltetesVertrauensamt dazu berufen, Mitglied einer mit außerordent-lichen Vollmachten ausgestatteten Regierungscommission, durchwelche Maso degli Albizzi, damals Haupt der Familie und derPartei, unter dem gewohnten Vorwände von Reformen sichaller derer zu entledigen suchte, welche noch von den Gegnernvon 1378 vorhanden waren oder ihm sonst im Wege standen.Alle Alberti traf das Loos der Verbannung, Antonio undseine Brüder ausgenommen; eine Menge anderer erlagengleichem Schicksal oder wurden von den Ämtern ausgeschlossen.