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Madonna Gartolommea degli Älberti.
Die Frau des spätern Mittelalters.
In den ersten Jahren des 15 . Jahrhunderts richtete Ma-donna Bartolommea degli Obizzi, Ehefrau Messer Antonio'sdegli Alberti, aus angesehener florentiner Familie, an denDominicanerbruder Giovanni Dominici die Bitte, ihr die Vor-schriften christlichen Wandels für eigene Führung und die ihrerAngehörigen zu erläutern. Fra Giovanni war in Florenz nichtgar lange nach der Mitte des 14 . Jahrhunders von Elternniedern Standes geboren und jung im Kloster Sta MariaNovell« in den Predigerorden eingetreten, bald in ganz Tos-cana als geistlicher Redner berühmt, in der Heimat, in Markenund Romagna, namentlich in Venedig als Klosterreformatorthätig, Gründer des am Aufgang zu dem das alte Fiesoletragenden Hügel liegenden Klosters San Domenico, an welchessich so manche Erinnerungen knüpfen. Wenn die ganze Lebens-zeit dieses Mannes thätig und mühsam und nicht ohne Stürmewar, so waren es namentlich seine späteren Jahre. Im April1403 von Papst Gregor XII. zur Cardinalswürde erhoben,sah er sich unmittelbar darauf in die schlimmsten Wirren desSchisma hineingezogen, welche aber die Entscheidung beschleu-nigten, da das Unheil zu arg geworden war. Seine Creation,zugleich mit vier anderen von dem venetianischen Papste imWiderspruch mit der ausdrücklichen Zusage, keine neuen Car-dinäle zu ernennen, vorgenommen, brachte nämlich den Sturm
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