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Darf Macklot in Stuttgart mir, dem rechtmäßigen Verleger, und dem Privilegium seines eigenen Königs zum Hohn, das Conversations-Lexicon zum zweiten Male nachdrucken?
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schlösser, und krächzt, daß ma» es von Wien bis Frankfurthört: „Wer kauft Perlen, Perlen, spoftmohlfeil?" —

Endlich, liebes Publicum, hast Du schon gehört, daßein Privilegium nichts gilt? Daß ein solcher Talismangegen den Nachdruck gerade an dem Orte, wo es, und vondem, gegen welchen es hauptsächlich gegeben ward, zuerstverletzt wurde? — „Lrsclar, wirst Du sagen, stuäaeus^xslla! Dann müßte der besorgte Verleger ja, wenn dassich so verhielte, ein zweites Privilegium zum Schutze desersten, und ein drittes zum Schutze des zweiten erkaufen,und so lange fort, ein viertes, fünftes u. f. w. bis erden rechten Talisman fände!" —

„Doch, wozu dieß Alles, verlautet eine Stimme aus denPandccten? Ist es doch noch nicht erwiesen, daß der Bücher/Nachdruck ein Raub ftp!"

Aber, liebes Publicum, was heißt denn das alte Wort:Verlagsrecht? Was heißt Buchhandel? —> Recht istja etwas, das kein Dritter antaften darf. Handel ist jaein ehrliches Gewerbe! Gilt allein für den Verleger dasWort Recht nichts? Ist sein Buchhandel kein kaufmänni/schcs) d. h. rechtliches — vor Eingriffen fremder Fingerund Krallen gesetzlich geschütztes — Gewerbe? Dann müßteman statt Verlagsrecht richtiger sagen Verlagslust, undstatt Buchhandel, LuftschlSsscrbau von bedrucktem Papier,oder bei guten Verlagsartikeln Nestbau für Kukukseier!Denn L u ft hat jeder Nachdrucker, Waarc die abgcht, zu ver/kaufen; und wessen Eier brütet dann der ehrliche Buch/Händler aus? Nicht die eigenen, nicht die erkauften, sonderndie Eier seines grimmigsten Feindes. Jene Lust an stchmacht kein Verleger Hrn. Macklot und Consortcn streitig.Er habe deren so viel er will. Aber das Recht, aus frem/der Schüssel zuzulangen?? Dieß dem Nachdrucker zugcstchenwollen, wäre eben so viel, als verordnen: dem ehrlichen V"r/leger soll für alle Mühe, Aufwand und Gefahr — nichtswerden als die Lust, Kukukseier auszubrüten, und den Schrift/steiler», auf deren geistiger Thätigkeit das geistige Eigcnthumeiner Nation beruht, nichts als die seltsame Lust, mit ihremGehirn Raben zu mästen!

Nein, l. P., so lange der Deutsche noch nicht auf demKopfe geht und milden Füßen denkt, wird Dir keinMensch, — und wäre dieser selbst einK.Würtb. Geheimer/oder ein Regierungsrath — einreden, daß Verlagsrecht keinRecht, Buchhandel kein Handel sep. Wenn Du dagegen alles

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