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Der Kampf um Candia in den Jahren 1667 - 1669
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Anlagen.

Anlage 3

zu S. 153.

Hiergegen seynd die meisten Soldaten der Christen zu unserer Zeit so-wol in der Religion, Sprach und Leben, als auch iu Kleidungen und humorensehr weit von einander unterschieden und in dem meisten den Türken nicht zuvergleichen. Das vornehmste und tapferste an ihnen ist, daß sie Hertz genughaben, dafselbigc, wozu sie ooinrnsiiäji'sk werden, außzurichten und keine Ge-fahr zu scheuen, wiewol auch solches bißweilen schwer hergehet. In Candiaseynd erst die Teutschen, hernach die Sclavonier und Griechen und dann dieanderen Nationen g.sstimirsk worden. Die Teutschen können etwas mehr Kälteund Ungemach außstehen, hiergegen die anderen sich viel schlechter und elenderin Zeit der Noth mit Essen und Trinken behelffen, indem sie nicht groß achten,wie es ihnen ergehet. Sonsten seynd die Soldaten gröstentheils also beschaffen,daß erstlich bey ihnen keine Gottesfurcht sich findet, sondern ungescheut allerhandSund und Laster, auch unmenschliches Fluchen von ihnen verübet wird. InFressen und Sauffen sind sie unersättlich, so daß sie manchmal ärger als dieBestien Tag und Nacht im Sauß leben und vor ihre höchste Glückseligkeitund Himmelreich halten, wann sie nur genug zu fressen und zu sauffen haben;können sie mit ihrem Sold nicht zukommen, so sangen sie an zu stehlen undandere prnetio zu treiben. Im wÄi-ostirsw und Feldzügen seynd sie alsogeartet, daß man an ihnen genug zu gebieten und zu verbieten hat, sie inOrdnung und bey den Regimentern zu behalten, damit sie das gantze Landnicht ausplündern und auff einmahl den Garaus verursachen."