Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
198
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iy8 Sechs und vierzigster Brief.

den Ungleichheiten in der Bewegung des Mon-des etwas näher den Einfluß erkläre, welchendie anziehende Kraft eines dritten Körpers aufdie Bewegung des um die Erde bewegten Mon-des hervorbringt. Als ich Ihnen vor einigerZeit die Ursachen erläuterte, welche den Mondnöthigcn, in einer beinahe kreisförmigen Bahnum die Erde zu gehen, da betrachtete ich dieSache so, als ob bloß diese beiden Körper imWelträume vorhanden wären, und die Erdeunbeweglich an ihrer Stelle bliebe. Wenn die-ses wirklich sich so verhielte, so würde (wenig-stens wenn die Erde eine genaue Kugel wäre,)der Mond in einer unveränderlichen, kreisförmi-gen oder etwas elliptischen Bahn um die Erdelaufen, so wie ich es ohngefähr Ihnen damalsentwickelte. Aber die Erde selbst bewegt sichund führt den Mond mit fort, und die wahreBahn des Mondes, welche er im Welträumedurchläuft, ist nun kein Kreis, sondern ohnge-fähr eine solche schlangenartig gekrümmte Linie,wie Fig. 63 sie darstellt; doch muß ich bemer-ken, daß der Abstand des Mondes von der Erdenoch kleiner ist, als ich ihn hier und in Fig. 64verhältnißmäßig zeigen konnte. Sie übersehen