Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
171
Einzelbild herunterladen
 

Drei und vierzigster Brief, l/r

geglaubt, wenn endlich der Aequator der Erdein der Ebene der Erdbahn läge, so würde einewiger Frühling eintreten, (eine ewige Gleich-heit von Tag und Nacht für die ganze Erdewenigstens) und was sich daran bann fürschöne Gedanken knüpfen lassen, kann ich füglichübergehen. Aber die genaueren Untersuchungenlehren, daß auch diese Aenderung nur periodischist, daß die Neigung der Erdaxe nur eine Zeit-lang einige Jahrtausende durch zuneh-mcn, und nie um mehrere Grade von derjetzigen Stellung sich entfernen kann. So istalso die Hoffnung auf den ewigen Frühling ver-eitelt, aber wir dürfen, glaube ich, uns daseben nicht leid sein lassen; denn so schon esklingt, der Erde einen ewigen Frühling zu pro-phezcihen, so ist es doch sehr ungewiß, objener Stand der Sonne für unsre Erde paßte,ob z. B. in unserer Breite die i KündigenTage und der nur niedrige Stand der Sonnehinreichen würde, um die Gewächse, die unsBedürfniß sind, zur Reife zu bringen «. f. w.

Noch eine sehr auffallende Beobachtung mußich hier erwähnen. Wenn man die sehr altenBeobachtungen des Mondes, besonders auch der