Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

48 Zwei und dreißigster Brief.

vertraut sind, daß sie zweifeln, ob die Ge-schwindigkeit der .Kugel immer unveränderlichbleiben würde, wenn keine Schwere und auchsonst kein Widerstand auf sie wirkte; indeß ummeine bekannte Gründlichkeit bei Ehren z» erhalten,muß ich wohl diesem Zweifel begegnen, ehe Sieihn noch aufwerfen. Dieser Zweifel rührt davonher, weil die meisten Bewegungen, die wir anirdischen Körpern wahrnehmen, allmählig lang-samer werden, und endlich ganz anfhörcn, ohnedaß uns eine Kraft, die dieses bewirkt, sonder-lich merklich ist. Aber man vergißt hierbei, daßeine Kugel, die ich, selbst auf dem glattestenBoden, Hinrolle, doch immer einige Reibungleidet, welche als eine der ursprünglichen Bewe-gung grade entgegengesetzte Kraft wirkt, unddiese allmahlig aufhcbt, daß hingegen da, woggr keine solche Kräfte Vorkommen, wo nichtsder Bewegung widersteht, norhwendig die Be-wegung unveränderlich fortdauern muß, weilgar nichts da ist, was eine Aenderung bewirkenkönnte. Wenn man dieses recht überlegt, sokann man wohl kein Bedenken tragen, den me-,chanischen Grundsatz als wahr anzunehmen, daßein Körper, auf den keine neuen Kräfte einwirken,

immer