Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
37
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Ein und dreißigster Brief. 37

Bestreben haben, sich einander zu nähern,darüber läßt sich schwerlich etwas Genaueressagen, und unsre Forschungen scheinen hier ihreGrenze erreicht zu haben; daß es aber eine sol-che Kraft gicbt, die wir nicht anders als eineanziehende Kraft benennen können, zeigt sich inmanchen Erscheinungen deutlich. Eine dieserErscheinungen ist das Aufstergcn des Wassers insehr engen Röhren. Taucht man nämlich einsehr enges Glasröhrchen, das an beiden Endenoffen ist, in Wasser, so steigt das Wasser indem Röhrchen zu einer größern Höhe, als die csaußerhalb der Röhre hat. Dieses höhere Stei-gen rührt von nichts anderin her, als von eineranziehenden Kraft, welche die Röhre auf diesie unmittelbar berührenden Wassertheilchen aus-übt, und vermöge welcher sie diese zu einer grö-ßern Höhe hebt. In einer weiten Röhre kanndiese Erhebung des Wassers in der Rohre nichtmerklich werden, weil die Wassermasse, welchegehoben werden müßte, zu groß in Vergleichungder wenigen Theilchen ist, auf welche die Röhreihre anziehende Kraft äußern kann, denn mankann aus allen Umständen schließen, daß dieseKraft nur in höchst kleinen Entfernungen noch