Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
18
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i8 Neun und zwanzigster Brief.

mir fortgeführt, und indem ich meine Handöffne, und ihn fallen lasse, ist nichts vorhan-den, was diese Bewegung des Steines hemmet;folglich muß er noch immer dem Thurme fol-gen, weil seine seitwärts gerichtete Geschwin-digkeit immer eben diebleibt, welche sie vorhinwar, als ich ihn festhielt. Daß die Schwereihn jetzt niederwärts treibt, das macht hierinweiter keine Aenderung, da die Bewegungseitwärts recht gut neben dem Fallen bestehenkann. Diese Sätze, welche einige noch nichtüberzeugend fanden, bestätigte man unter an-dern durch folgende Erfahrung. Wenn einSchiff ohne ungestüme Bewegung ganz gleich-förmig fortgerudert wird, so kann ich im SchiffeBall spielen, ohne an die Bewegung des Schif-fes zu denken; mir scheint der senkrecht auf-wärts geworfene Ball in derselben Vertical-linie hinauf zu steigen und herab zu fallen,weil meine Hand und der Ball eine völliggleiche horizontale Bewegung haben, und alsoder Ball immer genau über meiner Hand bleibt;sieht hingegen jemand am Ufer meinem Ball-spiele zu, so bemerkt er, daß der Ball wäh-rend seines Steigens und Sinkens zugleich so