Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
11
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Acht und zwanzigster Brief. n

die Puncte, wo die Axe die Oberfläche derErde schneidet, bleiben beständig einerlei. DiesePuncte, die wir zuerst als unter dem Poledes Himmels liegend angaben, können wirjetzt mit vollem Rechte die Pole der Erde nen-nen, weil es allgemein eingeführt ist, die End-puncte der Umdrehungsaxe bei einer Kugelihre Pole zu nennen. Blieben diese Pole derErde nicht immer an einerlei Stelle der Erd-Oberfläche, so würde auch der Aequator sichverrücken, und, die geographische Breite jedesOrtes sich ändern, welches alles man gar nichtbemerkt. Die Erde, die wir schon langeals eine frei im Welträume schwebende Kugelkennen, dreht sich also unaufhörlich auf einerleiWeise um jene unveränderliche Axe; aber dieseAxe bleibt auch von Tage zu Tage nach einerleiPuncte des Himmels gerichtet, oder am Poleder Erde sieht man heute und morgen immerdenselben Punct des Himmels im Zenith, unddarum sind die Erscheinungen des Sternenhim-mels, wenn wir von den eigenen Bewegungender Sonne, des Mondes und der Planetenabsehen, an einerlei Orte täglich gleich. Aberum eine klare Vorstellung von der scheinbaren