192 Vier und zwanzigster Brief.
meterhohe abnimmt, wenn man in höhere Ge-genden kömmt, oder auf Berge steigt; aber wirhaben nun noch die Regel aufzufinden, wiedieses Fallen des Barometers von der bestimm-ten Höhe des Berges abhängt. Die Sachewird dadurch schwieriger, daß die Dichtigkeitder Luft nicht überall gleich, sondern die unteredichter ist als die höheren Schichten, auf welcheweniger Luft drückt. Wenn wir uns in einemWassermeere befänden, so brauchten wir nurzu wissen, wie hoch man steigen müßte bisdas Barometer i Zoll gefallen wäre, undwüßten dann sogleich, daß es bis zur zehnfa-chen Höhe io Zoll fallen würde u. s. w.;aber bei der Luft findet dieser Schluß nicht.Statt. Man hat gefunden, daß da, wo dasBarometer (auf sehr hohen Bergen) nur 14Zoll hoch steht, die Luft nur halb so dicht ist,als wo das Barometer (wie an der Ober-fläche des Meeres vhngcfähr der Fall ist)28 Zoll hoch steht, , das heißt, wenn man injener Höhe ein Gefäß mit Luft anfüllt, sowiegt diese Luft nur halb so viel als die Luft,welche in demselben Gefäße enthalten ist, wennman es bei 23 Zoll Darometerhöhe füllt. Da
nun