Achtzehnter Brief. 147
ringfügig; aber da ihr Einfluß doch nach JahrsHunderten merklich wird, so ist sie darum nichtüberflüssig. Durch dieses Weglassen dreierSchaltjahre in einem Zeiträume von 400 Jah-ren unterscheidet sich der Gregorianische —-von Pabst Gregor XIII. angcordnete — Calen-der von dein Julianischcn, der schon vonJulius Casar eingerichtet ward. Pabst Gregorwünschte nämlich, daß die Frühlings-Nacht-gleiche wieder auf den 21. Marz fallen sollte,i wie ehemals; er ließ deshalb im Decoder15,82 zehn Tage ganz weg, so daß der Okto-ber in diesem Jahre nur 21 Tage hatte, undordnete nun auch die erwähnte Weglassungeiniger Schaltjahre an. Hierdurch entstand zu-erst die Abweichung des neuen Ealenders vomalten, und es war nun der 1. Jan. 1583alten Stiles (wie man gewöhnlich sagt)einerlei mit dem n. Jan. 158 3 neuen Stiles,weil das vorhergehende Jahr nach dem neuenStile zehn Tage weniger gehabt hatte. Da deralte Calcnder das Jahr 1720 zu einem Schalt-jahre machte, so vermehrte sich die Abweichungj noch um einen Tag, und im Jahre 1800 aber-j mals um einen Lag, und daher rührt es, daß