Siebzehnter Brief. 137
bestimmt auf die Weise, welche ich Ihnen schonbeschrieben habe, ihre genaue Stelle am Him>mel, so findet man ihr tägliches Forlrücken imJuni und Juli am langsamsten, im Decemberund Januar am schnellsten, und schon aus dieserUngleichheit müßte eine verschiedene Länge desSonnentages entstehen. Aber noch größereUngleichheiten bringt die Schiefe der Ecliptikhervor. Da in jeder Minute ein gleiches Stückdes Aequators durch den Meridian rückt: sowird es Ihnen leicht einleuchten, daß nicht injeder Minute gleiche Stücke der Ecliptik durchden Meridian gehen. Die Zeichnung (Fig. 1 5)die ich schön bei einer andern Gelegenheit ge-braucht habe, wird dieses erläutern. Bedeu-ten nämlich .4O und LL gleiche Stücke aufder Ecliptik, so gehen diese in denjenigen Zeit-räumen durch den Meridian, in welchen dieStücke des Aequators durch denselben
gehen, wenn Ok, und so auch L 6, LH aufden Aequator senkrecht sind. Ist aber das StückL L mit dem Aequator vhngefähr gleichlaufend,und gegen ihn geneigt, so ist ^.1? offenbarweit kleiner, als 6H, woraus dann folgt, daßl Grad der Ecliptik, welcher nahe bei liegt,