Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
107
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Vierzehnter Brief. 107

Sommer, in den kürzesten Nächten, sehr niedrigam Horizonte hin, grade so wie die Sonne imWinter; dagegen aber befindet sich der Voll-mond im Decembcr in den uns am höchsten stei-genden Gegenden der Ecliptik, und erhellt des-halb die ganzen langen Winternachte. Vondieser/ allemal der Sonne grade entgegengesetz-ten Stellung des Vollmondes rührt es auch her,daß der Vollmond mehrere Tage lang für dieje-nigen Gegenden an den Polen nicht nntergcht,welche grade dann die Sonne nicht zu sehen be-kommen, und daß er ihnen also auf eine Zeitlang den Mangel des Sonnenlichts einigermaßenersetzt.

Diese Erscheinungen geben uns also zuersteine bestimmte Kenntniß von der Figur einesandern, von uns entfernten Weltkörpers; dennes ist gewiß, daß kein andrer dunkler Körper,als eine Kugel uns durch Verschiedenheit derBeleuchtung die Erscheinungen zeigen könnte,welche der Mond uns zeigt. Eine platte rundeScheibe z. B., könnte uns wohl (Fig. 16) in6 ganz dunkel, und in ^ ganz erleuchtet erschei-nen ; aber wäre der Mond eine solche Scheibe,so würden wir nicht zuerst bloß den Rand glan-