Von i64o bis 1818.
das geistige Leben in der preußischen Monarchie in den Sphä-ren der Wissenschaften und Künste gedieh, beweiset die großeReihe ausgezeichneter Männer, welche außer denen,—die noch jetzt nach dem Kranze der Unsterblich-keit bei Mitzcit und Nachwelt jstr e ben, — bereits zu demLichte einer hohern Erkenntniß hinüber gegangen sind. Mä-gen immer unter den folgenden Namen einige sehn, die nichtzu den Klassikern der ersten Ordnung gehören; so verdient inder Welt der Geister doch auch, neben der Umbildung nndneuen Gestaltung der Wissenschaft, der sorgfältige Fleiß iminnern Anbaue derselben einer ehrenvollen Erwähnung; dennfreilich Chorageten, wie Friedrich 2, Hertzberg, Ear-mer, Kant und Ficht e, hat kein Volk in dem Zeiträume ei-nes Jahrhunderts im Ueberflußc.
Geachtet aber werden innerhalb der preußischen Mo-narchic, und bei der tcutschen Nation, als Männer, die imFelde der Wissenschaften und Künste sich auszeichncten, undbeiden die schönste Kraft ihres Lebens widmeten, folgendeVerewigte bleiben*):
jm Fache der allgemeine »Literatur: Diester, Bruns,Ermann, Möhsen, Nicolai; — in den humanistische „Wissenschaften: Bauer, Erfurdt, Hcindorf, Hcy-natz, Klotz, G. L. Spalding, Scheller; — in der theo-retischen und praktischen Theologie: Aneillon,Sig. Jac. Baumgarten, Nösselt, Reinbeck, Sack, Semler,Silberschlag, I. I. Spalding, Steinbart, Teller, Lro-schel, Zöllner;— in derRechtswisscnschaft: Böhmer,Cocceji, Gundling, Hufeland, Klein, v. Ludewig, Sua-rez, Woltär; — in der Heilkunde: Formcy, Herz, Fr.Hofmann, Meckel, Reil, Sclle, Stahl, Walter;— imGebiete der Philosophie: Alex. Gtli. Baumgartcn,Eberhard, Engel, Fülleborn, Garve, Hamann, v. Jr-wing Lambert, Maimon, Meier, Moses Mendelssohn,Merlan, Moritz, Pörschke, Ramler, Sulzer, Chrsln.
*) Es versteht sich, daß diese Nomenclatur nicht vollständig seynkann, weil die Würdigung literärischer Verdienste zunächst devtziterärgcschichtc, nicht der politischen Geschichte angehört.