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Geschichte der preußischen Monarchie : mit 5 genealog. Tab
Entstehung
Seite
257
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Von i 64 o bis 1818.

kn der letzten Zeit des dreißigjährigen Krieges. GustavAdolph war vielleicht zur rechten Zeit für seine Größe bei derNachwelt in der Schlacht bei Lützen gefallen. Die meistenFeldherren aus seiner Schule fanden bald, daß der Krieg sichselbst ernähre, sobald er auf fremdem Boden geführt wird,und Gustav Adolphs Zögling und Rathgcber in der Politik,Oxen stier na, sah in dem Kampfe der Protestanten gegendie von neuem sich erhebende Macht der Hierarchie nur einMittel für Schwedens Erwerb auf teutfchcm Boden, so wieRichelieu und Mazarin denselben Kampf für FrankreichsZwecke behandelten, die Macht des Hauses Habsburg in sei-nen beiden Linien zu schwachen. Der Erfolg dieses Kampfes,wo Ausländer den Ausschlag auf tcutschem Boden zum ersten-male gaben, war, daß zwei fremde Machte, Frankreich undSchweden, die Verfassung des ersten Reiches der Christen-heit garantirten, nachdem von diesem Reiche der westli-che Garant den Elsaß an sich gerissen, und der Garant ausNorden den schönsten Thcil von Pommern den gerechten An-sprüchen des Hauses Brandenburg entzogen, und dadurch,so wie durch Bremen, Verden und Wismar, festen Boden dies-seits des baltischen Meeres errungen hatte.

In dieser verhängnißvollen Zeit erschien FriedrichWilhelm, noch im Jünglingsalter, an der Spitze des er-schöpften brandcnburgischen Staates. Er erkannte, daß indem politischen Gewühlc bei seinem Regierungsantritte Bran-denburgs Interesse nicht durch Gewalt, sondern durch dieUnterhandlungen einer wohlbcrechneten Staatskunst gerettetwerden könnte, und wie schwer die Aufgabe sey, einen imInnern erschütterten und von dem Auslande wenig geach-teten Staat zu neuer Geltung innerhalb des teutschen unddes europäischen Staatensystems zu erheben- Sein Geisterkannte deutlich die Grundbedingung des politischen Ge-wichts der Staaten, daß nämlich kein Staat nach aus-sen auf die Dauer etwas gelten könne, vernicht im In-nern gut organistrt ist^ So wie die äußere Ankündigungdes Individuums von der Lebenskraft des innern Or-

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