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Schon vor seines Vaters Tode war er vom Kaiser Si-gismund (1434) zum Beschützer der Kirchcnversammkung zuBasel, und spater von seinem Vater zum Statthalter in derMark ernannt worden. Bei seinem Regierungsantrittewünschten die brandenburgischen Stande, daß die fränkischenProvinzen mit den Marken unter Einem Regenten vereinigetblieben; allein dieser Wunsch war mit Friedrichs i Testa-mente unvereinbar; auch war Friedrich 2 nicht der erstgebohr-ne Sohn des Hauses. — Damals gahrten in Böhmen,wahrend Ladislavs * * ) Minderjährigkeit, bedeutende Unruhen,und einige mißvergnügte Große des böhmischen Reicheswünschten Friedrich auf ihren Thron. Allein Friedrichschöpfte aus diesen politischen Bewegungen in Böhmen keinenandern Vorthcil, als daß er die Schutzhoheit über dieNicderlausitz (1441) annahm, die Nicolaus von Polen; beiihm nachsuchte, welchem (seit 1429 unter dem Namen einerLandvoigtci) die Niederlausttz für 16,000 Schock Groschenversetzt war, und welcher, bei den damaligen Verhältnissenin Prag, nicht ohne Grund den Verlust seines Pfandes be-fürchtete. Dasselbe that Wenzel von Biberstein in Hinsichtder Schutzhoheit über seine Besitzungen Storkow und Bees-kow, und Johann von Cottbus, welche Herrschaft Fried-rich in der Folge (1445) von Reinhard von Cottbus, demletzten seines Stammes, für ZZvo Schock böhmischer Gro-schen ""), so wie vom Johann von Waldau, für 6000 rhei-nische Gulden, die Herrschaft Peiz erkaufte ***). Nach dem
*) Er war der Sshn des römischen Königs Alberts 2, und nachdes Vaters Lode gebohren.
Vergl, I. Fr. Beuch, Geschichte und Beschreibung der StadtCottbus bis zum Jahre 1740. Heransg. v. Bernoulli. Berl.1735. 8. S. iz ff- — Der Kauf ward für den Churfürsten Fried-rich 2 und seinen jüngern Bruder Friedrich den Fetten abgeschlos-sen. Die Urkunde beim 6erelrvn, 606. äipl. Lrruul. 1 . 8, z>.672 sgg. Fast naiv sagt Reinhard von Eottbus darin: „Vor sol-che Summe Gelts mir Kennedy obgenannten myne gnedigen Herndy Marggrauen eyne redeliche gute Vernügunge gemacht vnd getanhaben, des ich ihren Gnaden mit fseisse dancke.^
***) Mit P e iz ward, nach dem Kaufe, Reinhard von Cottbus auf