Friedrich dem Grosen, was SullyseinemHeinrich IV,waS Orenstierna seinem Gu-staf Adolf war. Nicht blos Minister, son-dern zugleich wahrer Freund, kam er den Ent-würfen seines mächtigen Geistes mit gleicher Kühn-heit entgegen, und nicht selten bestimmte er seineEntschlüsse in den grossen Angelegenheiten. Auchwüste Friedrich, was er an diesem Mannehatte. Als Hertzberg einst an einer schwerenKrankheit niederlag, ließ ex an beiden Endender Strasse, wvrinn er wohnte, Ketten vorzie-hen nnd eine Wache aufstellen, damit ja keinGeräusche seine Ruhe stören möchte. Hertz»herg drükte dem Helden die Augen zu, undbehauptete auch unter der neuen Regierung dempreussischen Staate in den Angelegenheiten Eu-ropens die gross und edle Schic dsRichter-Rolle. Sein Zurüktritt aus dem Kabinet er-folgte gerade im Moment der ungeheuren poli»rischen Krise in Europa. Nur als Zuschauersah er die Phänomene der Pillnizer Con-vention, der gänzlichen Zerstükung Po-lens, und des Krieges gegen Frankreich;Phänomene, die er schon in ihrem ersten Entste-hen so treffend würdigte. Er sah in seinem gan-zen Umfang den GegenStoß, den die Thei-lnng Polens hervorbringen würde. Schon amWiegenBctte der fränkischen Republik weissagte
Druckschrift
Ewald Friedrich Graf von Hertzberg : mit Ausz. aus seiner Correspondenz, die neuesten Welt-Händel betreffend
Seite
51
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten