Druckschrift 
1 (1817)
Entstehung
Seite
251
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Achter Abschnitt.

Vom Drucke der Erde gegen Mauern.

§. izr. Bemerkung. Lockere Erde ist zwar keinflüssiger Körper; aber in manchen Beziehungen stimmtsie doch fast mehr mit diesen, als mit festen Körpernüberein. Das Zerfließen flüssiger Körper, die durchkein Gefäß zusammen gehalten werden, finden wir beitrockenem Sande als ein Herabrollen oder ein Abflächenwieder, und obgleich dieser schon zur Ruhe kömmt,wenn seine Oberfläche unter einem Winkel von zo Gra-den oder ;o Graden geneigt ist, statt daß das Wassereine horizontale Oberfläche fordert, so ist doch jenes Her-abgleiten der Sandkörnchen über einander, mit demvölligen Zerfließen flüssiger Körper sehr wohl zu ver-gleichen.

§. rzs. Es würde keine geringe Schwierigkeit ha-ben, die Gesetze des Gleichgewichts dieser, gleichsamhalbflüssigen Körper für alle Fälle genau anzuge-ben. Auch hier findet allerdings, wie bei Wasser, eineFortpflanzung des Druckes nach allen Seiten statt; aberkeinesweges eine nach allen Seiten gleiche Fortpflan-zung des Druckes. Wie sich ein in Fig. roo. auf Lkwirkender Druck auf die Wand bei L, L äußern würde,wenn das Gefäß mit trockenem Sande gefüllt wäre, läßtsich nicht wohl bestimmen, und wir würden zu dieser Be-stimmung wenigstens noch einer auf Erfahrung gestützten