Druckschrift 
1 (1817)
Entstehung
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

2Z2 l.Theil. Die Gesetze des Gleichgew. flüssiger Körper.

hinaufzieht, die zweite eine dritte u. s. w., und dasganze Gewicht der Säule LL wird also getragen von derin jedem Punctc der cylindrischen Wand wirksamen an-ziehenden Kraft.

§. io;. Bemerkung. Um die Richtigkeit dieserHypothese zu prüfen, denken wir uns die Röhre ^.8nach 611 verlängert, jedoch so, daß die Wände derRöhre ^8 aus dem festen Körper, z. B. Glas, die ein-gebildeten Wände der 1*611 aber bloß aus den umgeben-den Wassertheilchen bestehen. Da die in der Röhre ^8stehende Wassersäule bei der freien Verbindung mit demFluido im Gleichgewichte ist, so muß die ganze SäuleÜLK von Kräften erhalten werden, die auf das übrigeFluidUm oder auf das der bequemer» Vergleichung we-gen als abgesondert gedachte Fluidum 81*611 nichtwirken.

Allerdings wirken auch die Wassertheilchen selbst an-ziehend .auf einander, aber genau so in der WassersäuleHI als in der 1*8, weshalb diese Einwirkung sich durchkeine Ungleichheit in beiden Schenkeln vcrrärh. DieWassertheilchen, die zunächst unter dem Ende der Glas-röhre bei 1', 8 liegen, werden aufwärts durch die an-ziehende Kraft V des Glases gezogen. Zwar ziehendie unterhalb liegenden Wassertheilchen, die gleichsamdie Wand des TheileS 1*8 bilden, auch niederwärts,aber dieses findet eben so gut in der gleich hohen Wasser-schichte unterhalb H statt, und kommt also nicht, alsder einen Wassersäule cigcnthümlich vor. Die Theil-chen, welche unmittelbar oberhalb 1*8 liegen, werdenvon der oberhalb ad liegenden Glasröhre mit der Kraft V aufwärts, von den als Röhrenwand gedachtenWassertheilchen unterhalb 1*8 mit der dem Wasser eigen-thümlichcn Anziehungskraft 6 herabgezogen. Diebeiden Wassertheilchen, die unmittelbar oberhalb undunterhalb 1*6 an der Röhrenwand anliegen, werden alsomir der gesammten Kraft 2 V-11 aufwärts gezogen.