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1 (1817)
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164
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r-4 I-Theil. Die Gesetze des Gleichgew. flüssiger Körper.

Die verschiedenen Luftartcn gehören zu den elasti,schen, Wafferund ähnliche Körper zu den unelastischenFlüssigen.

§. 6 . Erklärung. Die unelastischen Flüssigenheißen tropfbare, weil man kleine Massen derselbenin Form von Tropfen von der großen Masse trennenkann, und sie ohne Hülfe von Gefäßen sich in einzelnenTropfen erhalten; bei den elastischen ist dieses nicht mög-lich, denn ein aus dem Gefäße herauögenommenes undvon allem äußern Druck befreites Theilchen behält nichtdie Form eines Tropfens, die wir ihm im ersten Augen-blicke ebenfalls zuschreiben könnten, sondern dehnt sich,weil es gar keinen Druck leidet, in einen viel größer»Raum aus.

§. 7 . Erklärung. Man pflegt die Lehre vomGleichgewichte flüssiger Körper in zwei Theile zu zerlegen,die Hydrostatik, welche vom Gleichgewichte tropf-barer Körper handelt, unter denen wir gewöhnlich dasWasser, als den bekanntesten, zu nennen pflegen, dieAerostatik, die vom Gleichgewichte elastisch flüssigerKörper, wie die Luft, handelt. Da aber viele Erschei-nungen bei beiden Arten flüssiger Körper Vorkommen, sowerden wir zuerst alle Arten von flüssigen Körpern imAllgemeinen betrachten.

§. 8 . Bemerkung. Bei den elastischen Flüssi-gen ist es offenbar, daß sie den sie zusammenbrückelidenKolben mit eben der Gewalt drücken, mit welcher er aufsie wirkt; denn waren sie zu der diesem Drucke angemes-senen Verdichtung gebracht, so treiben sie den Kolbensogleich zurück, wenn die auf ihn drückende Kraft im ge-ringsten nachläßt, und eben so dehnen sie sich zum Bei-spiel durch die Oeffnung bi aus, wenn der dortige Ge-gendruckzu geringe ist. Tropfbare Körper, in ein hin-reichend festes Gefäß eingeschlossen, treiben zwar bei ver-mindertem Drucke auf lm den Kolben nicht zurück ; aberdaß jeder ihrer Theile den ganzen Druck leidet, welcherder auf den Kolben drückenden Kraft angemessen ist, er-