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3 (1820)
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Neapel u. Sicilien.

schen Parlamente auf. — Noch behauptete sich Muratin Neapel. Mein als er, bei Napoleons Wiedcrer-scheinen in Frankreich (Marz 1815) für dessen Sachesich erklärte; so ward er von den Oestreichern besiegt,und mußte Neapel verlassen. Der 104. Art. der Wie-ner Congreßacte gab darauf Neapel an Ferdinand 4.zurück.

Bevor aber dieser im Mar 1815 von Palermo nachNeapel zurückkehrte, berief er die beiden Kammern dessicilischen Parlaments zusammen, und ließ ihnen am 16.Mai 1815 einen neuen Conftitutionsentwurfmittheilen, welcher dek von Ludwig 18. den Franzosenim Jahre 1814 gegebenen Charte nachgebildet war.

Die Grundzüge derselben waren in Z0 Artikelnenthalten, und bestanden in folgendem:

c) Constitutionsentwurf für Sicilien vorn 16.Mai 1815.

Das Königreich Sicilien wird fortfahren, seine Ver-fassung zu haben, und jene Nationalvcrrrctuug beizube-halten, die gegenwärtig mittelst zweier Kammern,der Pairs und der Gemeinen, Statt hat.

Die Religion muß ausschließlich die katholisch-apostolisch-römische sepn, und der König ist ver-pflichtet, dieselbe Religion zu bekennen.

Die gesetzgebende Gewalt wird gemeinschaft-lich vom Könige und den beiden Kammern aus-geübt; aber die Gesetze werden vom Könige vor ge-schlagen, in jeder der beiden Kammern erörtert, undfrei nach Stimmenmehrheit beschlossen.

Der Vorschlag eines Gesetzes kann, nach Gutdünkendes Königs, entweder vor die Kammer der Pairs, odervor jene der Vertreter der Gemeinen gebracht werden.