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2218 Führer durch Düsseldorf am Rhein, seine Umgebungund das Bergische Land. Herausgegeben vom Verkehrs-Verein Düsseldorf. Druck der Düsseldorfer Verlags-Anstalt Act.-Ges. XIX und 112 S. 8°.
S. 29 ff.: Schilderung des Malkastens mit Erwähnung Goethes.Illustrationen im Text: Taufbecken in der Johanneskirche,Erker aus dem Kunstgewerbemuseum, Calvarienberg an derSt. Lambertuskirche.
Die letzte Redaktion des von sachkundigen Männern zu-sammengetragenen Schriftchens, das in der „Führerliteratur“eine hervorragende Stellung einnimmt und als ein „Beitrag zurHeimathkunde“ zu empfehlen ist, lag in den geschulten Händendes Dichters und Chefredacteurs Johann von Wildenradt.
Als Beispiel, wie am Rheine Dichter und Forscher imZeichen Goethes Hand in Hand gehen, diene die nachstehendeNebeneinanderstellung der betreffenden Stellen aus den vor-genannten Werken, allerdings nur von sekundärem, aber dochimmerhin einigem Interesse:
Joesten, Regierungsrath, Führer =Wildenradt,
Vorsitzender etc. Chefredacteur etc.
(S. 20.) Untreitig aber isteine Glanzzeit in der deut-schen Literatur die Jacobi-sche Zeit, die uns Goethein „Wahrheit- und Dich-tung“ ausführlich geschil-dert hat. . . .
Hier finden wir Herder,die Fürstin Gallitzin, denDenker und „Magus desNordens“ Hamann, denReisenden Förster, und alsständigen Gast Heinse, dengeistreichen Verfasser des„Ardinghello“.
Hier entspann sich derinteressante Briefwe cliselzwischen Heinrich Jacobiund Wieland, dem Wands-becker Boten Claudius, La-vater, Schiller, Fichte, Wil-helm von Humboldt undanderen Grössen der deut-schen Literatur . . .“
(S. 29.) „Dieses . . : Besitz-tum spielt in der Geschichteder deutschen Litteratureine erwähnenswert heRolle. War es doch kein Ge-ringerer, als Goethe, der hierwiederholt als willkommenerGast weilte. Schon im Jahre1774 hielt er hier nach vor-ausgegangenem Briefwechsel(sic!) seine erste Einkehr,wie er sie in „Wahrheitund Dichtung“ und (sic!)der „Campagne in Frankreich“— aber wo denn? A. d. R. —„so anschaulich geschil-dert hat. . . .
Hier finden wir den For-scher und Dichter Herder,die Fürstin Gallitzin, denDenker Hamann, bekanntunter dem Namen „Magusdes Nordens“, denReisen-den Förster, Heinse, denVerfasser des einst vielge-lesenen „Ardinghello“ undAndere.
Im Jacobischen Hause ent-spannen sich die interes-santen Beziehungen und derBriefwechsel zwischenJacobi und Wieland, Sophievon La Roche, Claudius,Schiller, Fichte, Wilhelmv. Humboldt und anderenLitt-eraturgrösse n.“