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Emil 11 ittershaus, geb. 3. April 1834 zu Barmen als Sohneines Fabrikanten, gest. 8. März 1897. Als General-agent dem Kaufmannsstande angehörend, war er dochauf der Mittagshöhe seines Schaffens der Mittelpunktdes ganzen politisch - liberalen schöngeistigen Lebensam Niederrhein. Sein poetisches Charakterbild zeichneter selbst in dem Abschnitt seiner „Gedichte“: „Poesieund Poeten.“
1829 Emil Rittershaus, Handschriftliches Gedicht,
auf der Rückseite einer Photographie, ii b e r s c h r i e -b en: „Zur Kindtaufe von Wolfgang Emil Springmann“— Enkel des Dichters — „geb. 2. Juni 1896, am 3.August 1896“, unterschrieben: Bad Nauheim
Sommer 1896. Emil Rittershaus.
Ein rührend schönes Zeugniss der innerlichen Stellung desrheinischen Poeten zu dem Altmeister Goethe:
. . . der Vater rief es in die Welt: „Man weiheMit Goethes Namen ihn auf seinen Pfaden!“
Wolfgang Emil! Des Himmels Huld verleiheDir, was bei Goethe ich am höchsten ehre:
Maasshalten, dass des Lebens Frucht gedeihe.
Mit Weisheit prüfen, halten an der LehreIn Treue fest, die Schönheit und die WahrheitLeitsterne sind es, ewig klare, hehre.
Im Herzen Wärme und im Geiste Klarheit,
So ring mit Gottvertrau’n nach Deinen Zielen —Nicht lock’ Dich Ruhmsucht je, nicht, was durch Rauheit
Und Schimmer winkt! Lass’ darum Narren spielen!
Prüf’ in der Brust vor Deinem Gott Dein Streben.
Das Lob der Besten gilt’s, nicht das von Vielen! —
Und also mög’ gesegnet sein Dein Leben,
Wolfgang Emil! Grossväterlein will leiseZum Segen über Dich die Hände heben,
Und sprechen: Gott mit Deiner Erdenreise!
Frau Ed. Springmann, geb. lUttershaus, Elberfeld.
1830 — — Spruchperlen heitrer Lebenskunst. Berlin,
G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, 1893. — VIII und200 S. 12°. Mit später beigebundenem Titelbild, Ritters-haus’ Brustbild: 18. Sept. 94. Ismael Gentz fec.
Von Goethe folgende „Spruchperlen“:
Ein kleiner Ring begrenzt unser Leben . . .
Epheu und ein zärtlich Gemüth . . .
Hörst du reine Lieder singen . . .
Nur kein Gegrübel, was es auch sei . . .
Pliilosophiren kann besser der Mann . . .
Ueberall lernt man von dem, den man liebt . . .