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1566 Brief Goethes an Hoffmann: „Aus beiliegendem
Aufsatz, welcher ehestens in einigen öffentlichen Blätternabgedruckt erscheint, werden Sie ersehen dass unter denheutigen Künstlern, die den Tod des Rhesus bearbeiteten,Ihnen der Preis mit Zehn Ducaten zuerkannt worden.Diese kleine Summe liegt hier bey, und wir wünschendass sie, als Zeichen eines ungeheuchelten Beyfalls, einigenWerth für Sie haben möge.
Wir hoffen mit Ihnen auch künftig in Verhältniss zubleiben und ersuchen Sie uns einige Nachricht von IhrenStudien zu geben, wo Sie die Kunst erlernt, wie alt Siesind, ob Sie sich der Oehlmalerey, wie aus Ihrer Zeichnunghervorzuleuchten scheint, besonders gewidmet haben undwas Sie sonst noch für Umstände mittheilen mögen.
Wollten Sie mir zugleich melden: für welche SummeSie Ihre Zeichnung allenfalls überliessen, wenn sich einLiebhaber dazu fände? Es versteht sich, dass der er-haltene Preis dabey nicht in Anschlag kommt . . .
Der ich recht wohl zu leben wünsche und Sie ersucheauch das nächste Jahr Theil an unserem Institut zunehmen; wovon für Kunst und Künstler, so wie füruns selbst sich manche gute und angenehme Wirkunghoffen lässt. Weimar am 24. Sept. 1800 J. W. v. Goethe.“
Nur die Unterschrift von Goethes Hand.
Univers-Bibliothek, Leipzig. Sammlung Hirzel.
1567 -: „Wollten Sie mir, Werthester Herr Hoffmann, mit
einigen Worten eine Nachricht geben: ob die Zeichnungwieder zu Ihnen zurückgekommen ist, ob Sie das Bild an-gefangen haben und ob Sie noch glauben dass Sie es imAugust werden endigen und abschicken können. Bey dieserGelegenheit wollte ich Sie ersuchen mir ein Kästchenmit sechs Gläsern Eau de Cologne mit dem Postwagenzu überschicken. Wofür ich den Betrag mit dem übrigengern erstatten werde Es ist dieses wohlriechende Wasserseit den Verwirrungen der Zeit schwer bey uns zu haben.Der ich recht wohl zu leben wünsche. Weimar am9. May 1802. Goethe.“
Der Brief ist von Goethe nur unterzeichnet. Lempertz hateinige Kölnisch-Wasser-Etiquetten aus jener Zeit beigeklebt.
Sammlung Lempertz, Köln.
1568 Abschrift eines Briefes Goethes: An Herrn Hoffmann,
Mahler in Köln. Mit vieler Ungeduld habe ich bishereinige Antwort auf mein Schreiben vom 26. Januarerwartet. Vielleicht überraschen Sie mich, werthesterHerr Hoffmann bald mit der Uebersendung des bestellten