C. Goethe zu rheinischer Art und Kunst.
SSpljenn je und irgend eine Provinz ihr bestimmtes Charakter-bild hat, so ist es gewiss die Rheinprovinz. Rhein undWein haben die rheinische Fröhlichkeit und Gastlichkeit, dieNeigung zum heiteren Lebensgenuss, zu Humor und Carne-val, den Sinn für Kunst und schöne Wissenschaften in denHerzen unserer Westfranken zu höchster Blüthe entwickelt.
Und da nun Goethe, der Allumfassende, niemals ein„Fertiger, dem nichts recht zu machen“, stets „ein Werdender,der ewig dankbar war“, in hervorragendste rheinische Kreise,Freundschaft suchend und findend, eintrat, wie hätten seinGeist und Rheinische Art und Kunst sich nicht wechsel-seitig beeinflussen sollen?
Wie es geschah, was daraus entsprang — hier ist’s ingedrängter Uebersicht zu erfassen, Goethen und den Rhein-landen wohl zu gleichem Ruhme!
W. 8.