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August Ferdinand Naeke, geboren den 15. Mai 1788 inFrauenstein im sächsischen Erzgebirge, wurde in Dresden,später in Scliulpforta erzogen. Er studirte zuerst Jurain Leipzig, wandte sich aber bald ganz der Philologieunter Gr. Hermann zu, wurde 1810 Lehrer am Pädagogiumder Franke’schen Stiftungen zu Halle, wo er sich 1812habilitierte und 1817 ausserordentlicher Professor wurde.In gleicher Stellung 1818 nach Bonn versetzt, erlangteer dort 1820 die ordentliche Professur und mit Heinrichdie Leitung des philologischen Seminars. Er starb am12. September 1838. Seine „Wallfahrt nach Sesenheim“hat er handschriftlich an Goethe gesendet, der sie mitdem Aufsatze „Wiederholte Spiegelungen“ beantworteteund am 2. Februar 1823 an Nees von Esenbeck schrieb:„Für Herrn Naeke sende nächstens ein besonderes Blatt,welches von der wunderlichen Symbolik zeugen mag, in diewir bei langem Leben und behaglichen Arbeiten am Endeverschlungen werden.“ Bratranek a. a. 0. II S. 43.
Nees von Esenbeck berichtete weiterhin:
„Die Freude, die Naeke beim Empfang der „Spiegelungen“äusserte, hatte für mich etwas Rührendes und Beschämendeszugleich . . .“ Ebenda S. 45.
Später liess Naeke durch Nees von Esenbeck Goetheneine lateinische Ode überreichen, die er auf die Ver-mählung des Kronprinzen von Preussen gedichtet hatte.
1350 Brief Naekes an einen „Amtsgenossen“ B. 27. Februar 34.
Naeke sendet gleichzeitig sein Manuscript des Aufsatzesüber Sesenheim; über dessen Schicksale, seine Aufnahmebei Goethe u. s. w. er sich eingehend hier ausspricht.
Sammlung Lempertz, Köln.
1351 Wallfahrt nach Sesenheim. Von August Ferdinand
Naeke, weiland Professor in Bonn. Herausgegeben vonK. A. Varnhagen von Ense. Berlin. Verlag von Dnnckerund Humblot. 1840.
Ernst Moritz Arndt., geb. 20. Dezember 1769 in Schoritzauf Rügen, wurde 1800 Privatdocent der Geschichte inGreifswald. Er liess sich im Herbst 1817 in Bonn nieder,wo er ein Jahr später seine Lehrthätigkeit als Professorder Geschichte begann, die ihm schon am 10. Februar1820 untersagt wurde. Erst 1840 setzte ihn FriedrichWilhelm IV. wieder in sein Amt ein, das er 1854 nieder-legte. Er starb am 29. Januar 1860.
1352 Ernst Moritz Arndt, Lithographie: A. Hohneck gez.
1840. A. Schütter lith. Druck und Verlag des Lith.Inst. d. Rh. Friedr. Wilh.-Universität von Henry & Cohenin Bonn.