Max Jacobi,
Fritz Heinrichs jüngster Sohn, berühmt als Begründerder Irrenpflege im humanen Sinne der Neuzeit,während seiner Jenenser Universitätszeit der zeit-weilige Hausgenosse und der besondere LieblingGoethes, der ihm zeitlebens innig verbunden blieb.Goethe schreibt unterm 26. Februar 1796 an FritzHeinrich:
„Die Gegenwart von Max hat mir in diesenkurzen und trüben Tagen sehr viel Freude gemacht,er hat sich sehr gut ausgebildet und er scheint mirauf dem Wege zu seyn, den ich für den rechtenhalte. Er soll mir lieb und werth seyn, so langeer bleiben will, und ich hoffe sein Aufenthalt sollihn nicht gereuen . . . .“
Ihm übergiebt Goethe die erste Abschrift des nochnicht ganz vollendeten epischen Gedichtes „Hermannund Dorothea“, und „als der Jüngling die Blätter demübergütigen Dichter tiefbewegt und angeregt wiedereinhändigte, verbarg dieser ihm seine Freude nicht“und schreibt dem Vater: „Die Art, wie Max solchesgenommen, hat mir wieder neuen Muth dazu ge-geben.“ Noch in den letzten Briefen an Goetheübermittelt Fritz Heinrich die Grüsse der Seinigen:„Meine Schwester und der biedere Max mitseiner Frau grüssen Dich und die Deinigen aufdas herzlichste.“
So wecken denn die schlichten Schattenrisse rühm-lichste Erinnerungen.