Druckschrift 
Rheinische Goethe-Ausstellung : in der Aula der königlichen Kunstakademie zu Düsseldorf Juli bis October 1899
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

151 K.W. Jerusalem,durchgezeichnet : Zettel an Kestner:

Dürfte ich Ew. Wohlgeboren wohl zu einer vorhaben-den Reise um ihre Pistolen gehorsamst ersuchen?J. d. 29. Oct. 1772, Mittags 1 Uhr. Aus: Kestner,Goethe und Werther. Bücherei Schimmelbusch, Hochdahl.

152 A. Kestner, Goethe und Werther. Briefe Goethes,

meistens aus seiner Jugendzeit, mit erläuternden Docu-Stuttgart und Tübingen. J. G. Cottascher Verlag.2. Aufl. 1855. 305 S. 8". .

Aufgeschlagen S. 94 und 95: Kestners Nachrichten über denTod Jerusalems. An Goethe abgesandt im November 1772.

Kgl. Gymnasial-Bibliothek, Düsseldorf.

153 Philosophische Aufsätze / von / Karl Wilhelm Jerusalem:

(Vignette) herausgegeben / von Gotthold Ephraim Lessing. //Braunschweig / in der Buchhandlung des Fürstl. Waisen-hauses. I 1776. p. 8. 116 S.

Im Vorwort heisst es über Jerusalem:. . . Seine Laufbahnwar kurz; sein Beruf schnell. Doch lange leben, ist nicht vielleben. Und wenn viel denken allein, viel leben ist; so warseiner Jahre nur für uns zu wenig. Kgl. Univ.-Bibl., Bonn.

154 Brief eines Schneidermeisters Johann Heinrich

Bamberger. d. d. Braunschweig, d. 12. Febr. 1838an seinen Bruder Hannes interessant zur Charakteristikdes historischen Werther:. . . ich habe von meinemSohn gehört das Du den Für mich So merckwilchenStuhl von gerussainel (sic!) hast dissen Stuhl habe ich So Villmahl unter die linde getragen wo ihm unsere Selige liebemuter Muste immer The muste machen und er ihn unterder Linde getrunken hat auch noch den letzten AbendVor Seinem ende noch da getrunken hat und mich denabend noch alleine mit nahm weil er mich vor allenandern vorzog bis an den Tauben Stein wo er Sich hinSetzte und mich auf den Schos nahm und mich So VillKüste und mir den einen laub Tahler gab und Sagteich Sollte nun zu haus gehen und die Eltern grüssen alser das Sagte liffen ihm die Tränen über die Backen undleider den andern Morgen um 5 Uhr kam schon einBotte das er Sich erschossen Als wir hin kamen lebt ernoch weil der Schos ander Seite bei dem ohr durchge-gangen der Oberstohrer(Oberpastor?) Reis (?) sas beiSeinem Bett und bette ihm was vor er gab mit eine be-wegung mit dem zu Verstehen das er ales Ver Stand ichund meine Eltern musten zu ihm an das Bett treden wo eruns allen die Hand gab und So hat er noch 24 Stundengelebt nun kannst Du lieber bruder Selbst dich an meineStelle denken wie wichtig mir disser Stuhl ist . . .

Bamberger, Wetzlar.