Druckschrift 
Faust : der Tragödie dritter Theil ; treu im Geiste des zweiten Theils des Götheschen Faust
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
 

86

Valentin (dem der Degen ebenfalls entfällt).

Mir wird so blöd und schwabbelich!

Faust.

Ls ist doch etwas Schönes um den Frieden.

Valentin.

Lin Lämmlein wird, der Raufbold war hienieden.

Faust.

Man kann ja weichen und im Weichen sagen:

Ich weiche nicht, ich will nur Rechnung tragen.

Valentin.

Schon Salomo, der Weise, sprach:

Freund, der Gescheidteste gibt nach.

Faust.

Doch nicht umsonst; da heißt es: klüglich fahre!

Man marktet, feilscht, man bietet Waar' um WaarepThu' ich dir dieß, dafür thust du mir jenes,

Um's Schachern ist's im Grund doch etwas Schönes.

Valentin.

Im Kriege hatt' ich einen Kameraden,

Der hat im Landsknechtspiel mich gut berathen,

Ich kartle mit dem Fuchs, ich will ihn tüchtig tummeln,Ls wird sich finden, wer den andern kann beschummeln.

Faust.

Zu guter Discixlin verhilft mir doch der Schemen,

Mein wildes Bubenvolk wird er mir helfen zähmen.