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Faust : der Tragödie dritter Theil ; treu im Geiste des zweiten Theils des Götheschen Faust
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Lieschen.

Weh, schläfert er ihn gänzlich ein,

So hat er gewonnen,

Hat ihm den Geist umsponnen!

(zu Faust, indem sie ihn rüttelt)

Wach auf, wach auf, sonst bist du ja verloren!

Faust (im Schlaf redend).

Hörst du das Gäuselein am Spieße schmoren?

Lieschen (ihn stärker rüttelnd).

Ermanne dich, da steht der Hölle Sohn!

Komm zu dir! Aus, er packt dich schon!

Vertreib' ihn mit Gebet,

Sonst wird's zu spät!

Faust (erwachend).

Ach, laß mich fort, du bete nur und bleibe!

Ich breche auf und stürze in die Kneipe!

Was ist die Himmelsfrcud'? Ein leerer TraumVerglichen mit der Kneipe trautem Raum!Fühlt' ich nicht immer ihren Werth?

Bin ich der Schlucker nicht, der Schlechtbehauste,

Der Unmensch, den am magern Herd

Der grimme Durst, der dürre Hunger zauste?

Und seitwärts du, mit wohlerzognen Sinnen

In dieser Hütte dürft'gem Ulöbelzelt

Und all dein häusliches Beginnen

Umfangen von der engen Küchenwelt?

Dich, deinen Frieden muß ich untergraben,

Du, Kneipe, willst und sollst dieß Gpfer haben!Hilf, Teufel, mir die Angst verkürzen !was muß gescheh'n, mag's gleich gescheh'n!