Druckschrift 
Faust : der Tragödie dritter Theil ; treu im Geiste des zweiten Theils des Götheschen Faust
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

Wie unrecht! Er war treu! Allein er fielUnd Treu' und Leben fand ein frühes Ziel.

Und als zu ihr die Trauerkunde kam,

Sie trug es nicht, die Arme starb vor Gram.Doch ihm und ihr war für so schweres LeidEntschädigung von seltner Art bereit:

Er durfte hier am Rand der HimmelshallenFür müde Pilger, die zum Gipfel wallen,

Ein Wirthshaus, eine Brancrei errichten,

Wohin zur Labung kurze Zeit sie flüchten.

Die Bärbel kocht, er schenkt, und alle GästeBefinden sich, so hört man, ans das Beste.Jedoch für meinen guten Faust,

Der hier so friedlich mit mir haust,

Ist dieser Umstand keine Uleinigkeit.

Warum? Die Antwort ist bereit,

Der nächste Auftritt bringt sie schonMit mächtiger Sensation.

Hiemit sind dann die Proben eingeläutet.

Die jener Ausspruch dunkel angedeutet.

Ach Gott, mir ist es Angst und bangvor dem geahnten Sturm und Drang!

Doch schimmert Licht des Trostes in die Rächt,Ein Pimmelsbote hat es llberbracht:

Ls ist ein milder Zusatzparagraph

Zum strengen Machtwort, das den Thenren traf

Der Valentin, der handfest tücht'ge Ulopser,

Aus Erden einst des Fausti blut'ges Gpfer,

Jetzt christlich ihm versöhnt nach Möglichkeit,Soll ihm zur Hülse, wenn die schwersten ProbenIhn ctwan aus dem Gleichgewicht geschoben,

Mit seiner Muskel Borkraft sein bereit.

Seht hier die Ulingel: kommt's zu schwer,

So darf ich zieh'» und er eilt her.